Edgar Oehler im Alter von 83. Jahren verstorben
Der verstorbene Edgar Oehler versuchte sein Glück auch mit Miele Küchen
Edgar Oehler ist wenige Tage nach seinem 83. Geburtstag gestorben. Der frühere Inhaber von Arbonia Forster machte sich in der Küchenbranche durch die Übernahme von Piatti Küchen und Miele Küchen einen Namen.
2003 übernahm Oehler die Arbonia-Forster Gruppe (AFG) als Mehrheitsaktionär und setzte auf Expansion. Er kaufte von der insolventen Erbi-Gruppe den Schweizer Küchen-Marktführer Piatti, erwarb von Miele für 20 Mio. Franken das ungeliebte Küchenkind Miele-Küchen und engagierte sich in zahlreichen Unternehmen. Die Beschäftigungszahl schnellte in diesem Jahr auf 6100 hoch, der Umsatz stieg. 2014 endete die Ära von Edgar Oehler bei der AFG Arbonia-Forster-Holding AG, Arbon/Schweiz, endgültig. Der ehemalige Firmenchef gab nach dem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat auch sein Aktienpaket ab.
Der gelernte Journalist Oehler galt als umtriebige Persönlichkeit mit vielen Facetten. Er startete schon früh eine politische Karriere. 1971 wurde er für die damalige St. Galler CVP in den Nationalrat gewählt. Dort blieb er 24 Jahre lang bis 1995. Zudem war er einer der größten Aktionäre beim FC St. Gallen und engagierte sich maßgeblich beim Bau des neuen Fußballstadions. Die Finanzkrise 2008/2009 brachte das AFG-Imperium ins Wanken. Dort musste er in der Folge abtreten. Nach seiner Zeit bei der AFG führte Oehler die STI Group, die ihr Geschäft mit Oberflächenveredelung macht. Vor zwei Jahren übergab er die Geschäfte an eine seiner Töchter. Daraufhin zog er sich fast gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Oehler hinterlässt vier Töchter, welche die Familie aus Sri Lanka adoptierte.